2-GBit/s-Duplex-Backplane für Übertragungsverbindungen mit hoher Bandbreite
Der VES-1616FE-53A bietet bis zu Zwei-Gigabit-Combo-Ports für die
Netzwerkverbindung zum höheren Layer. Da VDSL2-Ports Übertragungsraten
von 100 MBit/s nur über eine sehr kurze Reichweite unterstützen, ist
der VES-1616FE-53A in der Lage, in den meisten Umgebungen und
Anwendungsszenarien nicht blockierende Verbindungen zwischen den
Teilnehmer-Ports und den Ports der Netzwerkschnittstellen herzustellen.
Vollendete Ethernet-VLAN- und Multicast-Funktionen
Zu Sicherheits- und Performance-Zwecken bietet der VES-1616FE-53A
Ethernet-VLAN-Funktionen. Ein VLAN dient der Isolierung des
Datenverkehrs zwischen verschiedenen Anwendern/Anwendungen, um eine
bessere Sicherheit und Performance zu gewährleisten. Durch die
Begrenzung des Broadcast-Datenverkehrs innerhalb der
VLAN-Broadcast-Domäne kann die Leistung gesteigert werden. Der
VES-1616FE-53A ist mit der IGMP-Snooping-Funktion ausgerüstet, die
verhindert, dass unnötiger Multicast-Traffic an alle Teilnehmer
weitergeleitet wird, wodurch die Bandbreitennutzung für
Multicast-Anwendungen wie die Broadcast-Video optimiert wird.
Konsolidierung von Video-Streams, die von verschiedenen VLANs angefordert werden
Die Multicast-VLAN-Funktion überprüft alle VLANs, um
herauszufinden einige von ihnen denselben Video-Stream angefordert
haben. Ist dies der Fall, wird nur ein Stream ausgegeben und an alle
anfragenden VLANs verteilt. Somit kann die Gesamtzahl der Video-Streams
bedeutend verringert werden.
Dienstdifferenzierung durch Übertragungsratenbegrenzung
Um den vielfältigen Kundenanforderungen gerecht zu werden,
benötigen Dienstanbieter eine Netzwerkinfrastruktur, die eine
garantierte Performance und Flexibilität bei der Dienstbereitstellung
kombiniert. Die Upstream-Übertragungsratenbegrenzung an den
Teilnehmer-Ports ermöglicht eine Bereitstellung von Diensten in
Schritten von 64 KBit/s.
Upstream-Zugriffssteuermechanismen
Der VES-1616FE-53A unterstützt nicht nur die Port-basierte
Zugriffssteuerung für die Benutzerauthentifizierung nach 802.1x,
sondern definiert auch eine begrenzte Anzahl von MAC-Adressen, die von
einem bestimmten Port aus auf das Netzwerk zugreifen dürfen. Diese
Funktion vermeidet einen unbefugten Zugriff auf den DSCAM und erhöht
somit die Netzwerksicherheit drastisch. Eine weitere Steuerungsfunktion
für den Zugriff ist die Fähigkeit, an jedem Port die Anzahl der
Anwender zu begrenzen (MAC-Adressen), die gleichzeitig auf das Netzwerk
zugreifen können, wodurch Dienstanbieter flexible Abrechnungsmodi
anbieten können. Darüber hinaus bietet der VES-1616FE-53A an jedem Port
Paket-Klassifizierungsregeln, die auf der Header-Information bis auf
Layer-4-Ebene basieren, sowie entsprechende Aktionsregeln für die
Vorgehensweise bei den zutreffenden Paketen.
DHCP-Snooping
Im VES-1616FE-53A ist ein DHCP-Snooping-Mechanismus implementiert,
um Nutzer daran zu hindern, statische IP-Adressen zu verwenden. Ist an
einem Port DHCP aktiviert, können die IP-Pakete von diesem Port nicht
durch die Line-Card gelangen, wenn die IP-Adresse der Pakete nicht vom
DHCP-Snooping-Mechanismus vergeben wurden.
Erweiterte Flexibilität
Zusätzlich zum VDSL2 PTM-Mode-Dienst verfügt der VES-1616FE-53A
auch über eine ADSL2+ Fallback-Funktion. Ist diese Funktion aktiviert,
erkennt der DSLAM ob eines der Teilnehmergeräte ein ADSL2/2+ CPE ist,
somit wird der Betriebsmodus des entsprechenden Ports auf ADSL2/2+
umgestellt und eine entsprechende Verbindung über diesen Port mit dem
Teilnehmergerät hergestellt. Dank dieser Funktion stellt der
VES-1616FE-53A eine passende Lösung für Telekommunikationsanbieter dar,
die mit der Migration von ADSL2+- auf VDSL2-Dienste beginnen möchten.
Double Tagging Dienst
Der VES-1616FE-53A ist mit IEEE 802.1ad VLAN-Stacking-Funktionen
ausgestattet. Ist dieses Feature aktiviert, können die s-Tags des
Providers für eingehende c-Tag Frames hinzugefügt werden, ohne den
c-Tag -Wert zu prüfen. Außerdem können unmarkierte, eingehende Frames
mit s-Tags, oder gleichzeitig c- und s-Tags versehen werden. Die
hinzugefügten Tags werden entfernt, während die Frames an die
Teilnehmer weitergeleitet werden. Zudem können dieselben s- und
c-Tag-Werte an verschiedenen Ports angewandt werden. Mit diesen
Mechanismen können Betreiber den Datenverkehr von verschiedenen
Anwendern/Applikationen identifizieren und diesen an entsprechende ISPs
leiten.
Unterstützung verschiedener Bandpläne für verschiedene Anwendungen
Das DS1 Frequenzband des 17a-Profils beginnt bei 138 kHz und die
Grenzfrequenz des oberen Bandes des 17a-Profils liegt bei 17,664 MHz.
Die VDSL2-Profile sind programmierbar und können sich je nach Bedingung
automatisch an jede VDSL2-Leitung anpassen. Wie unten beschrieben,
ermöglicht der VES-1616FE-53A die Festlegung von sieben verschiedenen
VDSL2-Profilen, um eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen zu
unterstützen.